SMS Backup Pro Version 2

Seit heute gibt es Version 2 der SMS-Backup-App für Android. Mit einem umfangreichen Redesign der Anwendung ist die Basis für zukünftige Erweiterungen gelegt.

Get it on Google Play

Die neuen Features und Vorteile der Pro-Version in Kürze:

  • Auswahlmöglichkeit bei der Sicherung! Ob Posteingang, gesendete Nachrichten oder die gesammelten Unterhaltungen – der Nutzer entscheidet!
  • Speicherort: Der Nutzer kann festlegen, wo sein Backup gespeichert werden soll.
  • Verbesserte Darstellung der Nachrichten. Intuitives und interaktives Navigieren durch die Nachrichten mit beliebigem Standard-Webbrowser.
  • Verbesserte Benutzeroberfläche. Mehr Informationen zum aktuellen Fortschritt der Sicherung.
  • Höhere Kompatibilität mit unterschiedlichen Smartphones und Android-Versionen.

Mehr Informationen und Demo-Ausgabe unter http://smsbackup.stefankarg.de

Plug&Play mit dem Cisco SPA112

In Ulm habe ich keinen klassischen Festnetz-Telefonanschluss, sondern nur einen VoIP-Telefonanschluss über sipgate. Das hat den Vorteil, dass ich zu sehr geringen monatlichen Kosten unter einer Festnetznummer mit Ulmer Vorwahl zu erreichen bin – also für alle mit einer Flatrate ins deutsche Festnetz kostenlos.

Bisher habe ich den Anschluss nur mit Notebook und Headset genutzt, was einige Nachteile mit sich bringt. Aus diesem Grund habe ich mir von Cisco einen sogenannten „Analog Telephone Adapter“ zugelegt. An dieses Gerät lassen sich zwei analoge Telefone anschließen. Der Adapter übernimmt dann die Anmeldung des Telefons beim VoIP-Anbieter und setzt alle Signale zwischen beiden Standards um.

Cisco SPA112

Cisco SPA112

Ich hatte erwartet, dass ich das Gerät auspacke, ein analoges Telefon und ein Ethernet-Kabel anschließe, meinen VoIP-Account konfiguriere und das Gerät dann getrost in die hinterste Ecke meines Schreibtisches stellen kann.

Es traten allerdings zwei Probleme auf, für die ich im Internet für genau diesen Adapter keine Lösung gefunden habe. Deshalb beschreibe ich meine Lösungswege in diesem Eintrag.

Problem 1: Das Telefonkabel

Die Probleme begannen beim Anschluss des Telefons. Wie ich lernen musste gibt es nicht nur einen Standard, wie die Pins eines RJ11-Steckers verschalten werden können. Die Telefone der Deutschen Telekom halten sich leider nicht an den internationalen Standard – also musste ich das Kabel zu einem Adapter umbauen.

Für den Umbau habe ich mich an diesem Foreneintrag orientiert. Als Kabel habe ich ein 4-adriges RJ11-auf-RJ11-Kabel verwendet, bei dem alle Pins am Stecker 1:1 belegt waren (d.h. Pin 1 auf Pin 1 usw.). Das Telefonkabel muss wie folgt abgeändert werden, die beiden anderen Adern müssen nicht verbunden werden und können einfach abgetrennt werden:

voip_ata_cable

Das Provisorium sah dann wie folgt aus:

Provisorischer Adapter

Provisorischer Adapter

Für’s Erste hat diese Lösung funktioniert – ich hatte einen Wählton. Inzwischen ist das Kabel als Adapter umgelötet und mit Schrumpfschläuchen stabilisiert worden.

Problem 2: Firmware-Upgrade

Ausgeliefert wurde mein Adapter mit einer Firmware aus dem Jahre 2011. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich das Gerät gebraucht gekauft habe und nicht weiß, wie lange dieses Gerät beim Verkäufer im Regal stand. Die aktuellste Firmware wurde im Januar 2013 bereitgestellt – also wollte ich ein Upgrade durchführen.

Der Adapter wird über eine Web-Oberfläche konfiguriert. Leider war diese bei mir bei Verwendung der alten Firmwareversion fehlerhaft. Ich bekam bei der Auswahl des Menüpunkts „Administration“ den Untermenüpunkt „Firmware Upgrade“ nicht angezeigt, sondern nur den (an dieser Stelle) unpassenden Link zur Schnelleinrichtung.

Durch die Analyse des Quellcodes der Weboberfläche (z.B. Firefox: Rechtsklick -> View Page Source) habe ich die URL für die Upgrade-Oberfläche allerdings gefunden:

https://xxx.xxx.xxx.xxx/Upgrade_run.asp;session_id=0b1423e4bbbf83efb6aa48xxxxxxxxx

Die Session-ID am Ende der Adresse muss durch die ID ersetzt werden, die bei Aufruf der Weboberfläche an der URL angehängt ist. Die Session-ID ändert sich bei jedem Login.

Nun war es möglich, die Firmware-Datei hochzuladen. Leider brach der Upgrade-Prozess regelmäßig bei etwa 40% ab.

Grund dafür ist, dass vermutlich durch das Laden des falschen Untermenüs das Skript für das Firmware-Upgrade durch ein anderes ersetzt wird. Will man dennoch ein Firmware-Upgrade durchführen, so sind folgende Schritte notwendig:

  1. Installation des Firebug-Plugins für den Firefox-Browser. (oder eines anderen Plugins für einen beliebigen Browser, mit dem sich Quellcode und JavaScript-Variablen einer Webseite während der Anzeige manipulieren lassen)
  2. Einloggen in das Web-Interface und Aufruf der Firmware-Upgrade-Oberfläche (siehe oben).
  3. Firebug öffnen (F12)
  4. Im Reiter „HTML“: Suchen nach „apply.cgi“. Alle Fundstellen durch „upgrade.cgi“ ersetzen.
  5. Im Reiter „DOM“: Die Variable fname von „apply.cgi“ auf „upgrade.cgi“ ändern (mit Anführungszeichen!)
  6. Nun kann das Upgrade normal durchgeführt werden.

Inzwischen läuft der Adapter. Bisher bin  ich, abgesehen von den Startschwierigkeiten, sehr zufrieden! Die Sprachqualität ist sehr gut, subjektiv nochmals eine deutliche Steigerung zum Softphone auf dem Computer – trotz gleichem Codec und Sennheiser Headset.

Neue App: AmbianceLight

ambiant2blog

AmbianceLight ist die perfekte App um auf der nächsten Party für eine entspannte Atmosphäre zu sorgen! Ideal auch für gemütliche Sommerabende auf der Terasse!

AmbianceLight bietet angenehme Farben und weiche Farbübergänge. Am Besten kommen die Lichteffekte zur Geltung, wenn das Smartphone in eine Papiertüte gelegt wird. Dies sorgt für weiches, angenehmes Licht.

ambianceLightBlog

Einstellmöglichkeiten:

  • Dauer der Farbübergänge festlegen (kurz, mittel, lang)
  • Auswahl aus mehreren Farben für Start- und End-Farbe

ambient3blog

 

Download kostenlos über den Google-Play-Store

ic_launcher

(Durch Klick auf das Icon gelangen Sie zur Download-Seite im Google-Play-Store)

Native Spielereien unter Android

Da so ein Linux-System in der Hosentasche (= Android-Smartphone) doch etwas ganz nettes ist, habe ich versucht, ein kleines Hello-World-Programm direkt auf dem dem Android-System zugrundeliegenden Linux-System auszuführen. Das Programm wird also nicht unter der Dalvik-VM ausgeführt, sondern als „echtes“ Programm.

Als Hardware kommt bei mir ein Google Nexus One zum Einsatz, auf dem als Android-System ein CyanogenMod der Version 7.2.0 läuft – ich habe also volle Root-Rechte auf dem Gerät.

Da die meisten Android-Geräte – auch mein Nexus One – einen ARM-Prozessor enthalten, kann man nicht einfach den gcc-Compiler einer Linux-Distribution verwenden, die auf einem Notebook läuft. Man muss stattdessen Cross-Kompilieren – also auf einem Intel-System Maschinencode für ein ARM-System erstellen.

1. Toolchain installieren und Hello-World-Programm kompilieren

Dazu gibt es unter Debian eine Installationshilfe für die Toolchain, die sich einfach nutzen lässt: Emdebian. Diese lässt sich entsprechend dieser Anleitung installieren. Ich habe zusätzlich gleich mal die binutils installiert – das wird auf der Wiki-Seite im nächsten Abschnitt beschrieben.

Die für das Nexus One benötigte Architektur ist „armel“ – man kann also der Anleitung folgen.

Nach der Installation lässt sich bereits ein statisches Hello-World-Programm kompillieren:

#include <stdio.h>

main()
{
        printf("Hallo World!");

}

Durch Aufruf von folgendem Kommando wird das Programm kompiliert und die stdio-Bibliothek statisch gelinkt:

$ arm-linux-gnueabi-gcc -static -o helloWorld test.c

2. Binary auf das Android-Gerät übertragen Im ersten Schritt wird es am einfachsten sein, die entstandene Datei helloWorld auf die SD-Karte des Geräts zu übertragen (entweder direkt oder z.B. per adb push). Dort lässt es sich allerdings nicht ausführen. Ich habe mich dann dafür entschieden, das Binary nach /system/bin zu verschieben. Dadurch ist es automatisch im Suchpfad der Konsole und lässt sich wie jedes andere Programm aufrufen.

Allerdings ist die Systempartition unter Android als Read-Only gemountet – sie lässt sich also nicht beschreiben. Dies lässt sich ändern, indem man die Partition neu mountet. Hierzu verbindet man sich per adb shell mit dem Gerät und wechselt mittels su zum Benutzer root. Da ich die bash-Shell bevorzuge, starte ich diese am Schluss und moute das Dateisystem neu:

stef@thinkpad:~$ ./adb shell
# su
# bash
localhost / # mount -o rw,remount -t yaffs2 /dev/block/mtdblock3 /system

Mit folgendem Kommando kann das Programm endlich an seinen Bestimmungsort verschoben werden:

localhost / # mv /sdcard/helloWorld /system/bin/

Durch Aufruf von helloWorld lässt sich das Programm nun starten – wie erwartet zeigt es „Hello World“ an.


Quellen:

http://android-dls.com/wiki/index.php?title=Compiling_for_Android
http://chuacw.ath.cx/blogs/chuacw/archive/2011/02/25/remounting-android-rootfs.aspx

Von Nowy Targ nach Warszawa

Nach einem gemeinsamen Gottesdienstbesuch am Neujahrsmorgen bin ich wieder aus Ludźmierz aufgebrochen.

Zuvor gab es noch einen typischen polnischen Imbiss bei meiner Gastfamilie: Krokiet mit Barszcz. Dabei handelt es sich um mit Fleisch und vermutlich Pilzen gefüllte Pfannkuchen, die in Semmelbröseln gewälzt und in Fett ausgebacken sind. Barzcz ist eine Suppe aus roter Beete, die zur Kroket im Glas serviert wird.

Unterwegs mit Bus und Bahn

Von Nowy Targ aus bin ich dann mit dem Bus nach Kraków (Krakau) aufgebrochen.. Da ich die Reise nicht vorgeplant habe, sondern spontan reisen wollte, musste ich mir jetzt überlegen, wie es weiterging. Eigentlich hatte ich Warszawa (Warschau) von Anfang an im Kopf, habe aber doch mit dem Gedanken gespielt, in Kraków zu bleiben. Ich habe mir dann aber doch eine Reservierung für einen der nächsten Expresszüge nach Warszawa geholt und bin am Nachmittag Richtung Warszawa losgefahren.

Mobilem Internet sei Dank habe ich mich im Zug schon mal nach möglichen Hostels in Warszawa umgeschaut.

Um Roaming-Kosten zu sparen, habe ich mir in Katowice übrigens eine polnische Prepaid-Karte gekauft (PLAY na Kartę). Diese war sehr günstig (5 PLN, etwa 1,25 €) und enthielt als Startpaket 250 MB Datenvolumen.

Gebucht habe ich das Hostel via Smartphone direkt nach Ankunft in Warszawa. Das geht über Buchungswebseiten im Internet (in meinem Fall booking.com) sehr bequem und kurzfristig. Vor allem wird für jedes Hostel angezeigt, ob überhaupt noch Plätze im gewünschten Zeitraum frei sind.

Ausgesucht hatte ich das „Camera Hostel“ in der ul. Jasna. Dort hatte ich ein Bett in einem 6-Bett-Zimmer inklusive Frühstück gebucht – für 55 PLN (ungefähr 14 Euro). Die Hostels sind in Polen sehr günstig und dennoch waren beide für den bezahlten Preis sehr gut ausgestattet. In beiden gab es eine Küche, kostenloses WLAN und eine 24 Stunden besetzte Rezeption.

hostel_warszawa

Mein Bett im Camera Hostel

hostel_warszawa_kueche

Küche im Camera Hostel

Das Warschauer Nachtleben

Im Hostel angekommen – ca. 20 Minuten nach der Buchung – wusste der Herr an der Rezeption (noch) nichts von einer Reservierung. Da aber ein Zimmer frei war, hat alles geklappt. Als er den Faxeingang überprüft hat, war meine Reservierung dann auch da. Im 6-Bett-Zimmer war ich zunächst allein untergebracht.

Es hat allerdings nicht lange gedauert, bis ich meine Zimmernachbarn kennengelernt habe: 3 schwedische Maschinenbau-Ingenieure, alle zwischen 21 und 24, die für ihre Firma in Polen unterwegs waren und noch etwas Urlaub drangehängt haben. Wir sind dann abends mit zwei Mädels aus Finnland, die im selben Hostel gewohnt haben, losgezogen, um das Warschauer Nachtleben zu entdecken. Wann wir wieder heimgekommen sind, wird nicht verraten 😉

Sightseeing in Warszawa

Aus dem Wunsch auszuschlafen wurde leider nichts, da ich nur eine Nacht im Hostel gebucht hatte und somit bis 11 Uhr auschecken musste. Da ich meine Rückfahrt noch nicht fest geplant hatte, musste ich mich jetzt erstmal mit der Frage auseinandersetzten, wie ich eigentlich wieder nach Hause komme.

Ich habe mich schließlich für die Verbindung Warszawa – Wien via D-Zug über Nacht entschieden. Diesmal habe ich mir allerdings den Luxus eines Schlafwagens geleistet. Dass es ein Schlafwagen und kein Liegewagen (in den ich eigentlich wollte) wurde, habe ich erst nach der Reservierung festgestellt – das war wohl ein kleines Kommunikationsproblem am Schalter. War aber finanziell im Rahmen (28€) – und eine gute Gelegenheit, beide Reisemöglichkeiten einmal zu vergleichen.

Die restliche Zeit habe ich genutzt, um einige Sehenswürdigkeiten Warszawas kennenzulernen: den Kulturpalast mit schöner Aussicht über die Stadt, Spaziergang durch die Innenstadt.

Hier ein paar Eindrücke aus Warszawa:

Kulturpalast bei Nacht

Kulturpalast bei Nacht. Links davon das von Daniel Libeskind entworfene Hochhaus „Złota 44“

warszawa_liebeskind

Złota 44 im Bau

Dach des Einkaufszentrums "Złote Tarasy" neben dem Hauptbahnhof

Dach des „Złote Tarasy“ neben dem Hauptbahnhof

Einkaufszentrum von innen

Einkaufszentrum im „Złote Tarasy“ von innen

 

Warszawa bei Nacht

Warszawa bei Nacht

Warszawa bei Nacht vom Kulturpalast aus gesehen. Rechts im Hintergrund das EM-Stadion

Warszawa vom Kulturpalast aus gesehen. Rechts im Hintergrund das EM-Stadion

Zum Abschluss gab es nochmal leckere Pierogi z mięsem (Pierogi mit Fleischfüllung) und um 20:56 Uhr fuhr mein Nachtzug nach Wien ab.

Pierogi mit Karotten- und Blaukrautsalat

Pierogi mit Karotten- und Blaukrautsalat

1000 km und eine Nacht

In Polen wird übrigens an den Bahnhofsanzeigen kein Gleis angegeben, sondern nur der Bahnsteig. Leider war die Ansage meines Zuges nur auf Polnisch, weshalb die Ansage der Wagenreihung ein kleines Problem darstellte. Die Displays zeigten leider nur die Wagenreihungen anderer Züge an. Habe meinen Wagen und mein Abteil dann aber recht schnell gefunden. Im Gegensatz zum Liegewagen waren wir im Schlafwagen nur zu dritt, das Bett war bereits bezogen und es gab ein Waschbecken im Abteil.

Morgens um halb 7 sind wir dann am Wiener Westbahnhof eingetroffen. Bei der Rückfahrt wollte ich dieses Mal über Bregenz fahren, da ich so den langen Weg über Deutschland vermeiden wollte – den hätte ich nämlich bezahlen müssen. Es gibt eine direkte railjet-Verbindung von Wien Westbahnhof nach Bregenz. Somit habe ich nur noch ein Ticket von Lindau (Grenzbahnhof Österreich) bis Langenargen (ab hier gilt mein Semesterticket) benötigt. Sowohl die Reservierung für den railjet (3,50 €), als auch den Fahrkartenkauf konnte ich am Wiener Bahnhof vornehmen. Die Fahrkarte von Lindau nach Langenargen war sehr günstig – 3,60 €.

Die Fahrt über Österreicht hat sich gelohnt! Landschaftlich ist die Bahnstrecke sehr idyllisch und führt durch Tirol, das Ötztal, St. Anton – mit herrlicher Sicht auf die Alpen!

Blick aus meinem railjet-Fenster

Blick aus meinem railjet-Fenster

Um 16:30 Uhr war ich dann wieder in Baindt zurück – und würde mir am liebsten gleich das nächste InterRail-Ticket kaufen!